Die Männerwochen und die Silvesterwochen im Revital sind etwas ganz Besonders. Denn während dieser beiden Wochen ist in der Regel auch Ernst Hoch dabei. Der leidenschaftliche Fotograf hält während seines Aufenthaltes die verschiedenen Stimmungen mit seiner Kamera fest. Das Resultat gibt’s jeweils am Freitagabend beim Gala Diner in Form einer Tonbildschau zu bestaunen. Wir freuen uns, dass wir seine Eindrücke der Männerwochen und Silvesterwochen auch an dieser Stelle veröffentlichen dürfen. 

Ernst Hoch, wie sind Sie auf das Revital aufmerksam geworden?

Meine Frau hat den Tipp von einer Freundin bekommen. 2001 haben wir uns zum ersten Mal für eine Silvesterwoche angemeldet. Diese Woche hat uns so gut gefallen, dass wir danach regelmässig Aufenthalte im Revital gebucht haben. Nach dem Tod meiner Frau habe ich mich entschieden, weiterhin ins Revital zu fahren. Das hat etwas Überwindung gekostet. Vor allem für die gemischten Silvesterwochen. 

Was gefällt Ihnen am Revital so gut, dass Sie immer wieder kommen?

Der Mix. Einzelne Aspekte kann ich auch in anderen Hotels haben. Aber die Kombination, die das Revital seinen Gästen bietet, ist einzigartig: die schöne Gegend, die Lage über der Nebelgrenze, die gute Luft, die fantastische Aussicht – im Revital ist man weit weg von der Hektik des Alltags und kann sich wunderbar erholen. Und natürlich schätze ich die hervorragenden Therapien. Besonders schön: Im Revital gibt es so gut wie keine Personalwechsel – man trifft jedes Jahr auf die gleichen Therapeutinnen. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Ernährung, die optimal auf die Therapien abgestimmt ist und die Entschlackung fördert. Trotz der vegetarischen Küche vermisse ich nichts. Überhaupt spielt das Essen im Revital eine wichtige Rolle: Beim Essen kommt man immer wieder mit anderen Gästen in Kontakt. Das schätze ich sehr. Hier unterscheidet sich das Revital deutlich von einem klassischen Hotel. Wenn man regelmässig im Revital zu Gast ist, kennt man sicher die Hälfte der Gäste und kommt schneller in den «Gesprächsmodus». Ich reise immer wieder mit wertvollen Anregungen und Tipps, die ich von anderen Gästen erhalten habe, nach Hause. 

Fällt es Ihnen schwer, alleine ins Revital zu fahren?

Ich fühle mich im Revital sehr wohl. Nicht zuletzt, weil ich die eine oder den anderen bereits kenne. In die Männerwoche kommen einige Männer allein. Da bin ich nicht der einzige. In einer gemischten Woche trifft man weniger allein reisende Männer an. Aber ich bin trotz allem nicht der einzige, der sich als Single ins Revital «getraut». Die Silvesterwoche ist sicher etwas, das man tendenziell zu zweit macht. Aber auch da fühle ich mich als Alleinreisender bestens aufgehoben.

Wie sind Sie zum Fotografieren gekommen?

Früher habe ich nur Ferienfotos gemacht. Ich bin von Haus aus Elektroingenieur und habe auch in der Software-Entwicklung gearbeitet. Als die ersten Digitalkameras auf den Markt kamen, hat mich die Technologie sofort fasziniert: Ich habe mich für die ersten Kurse angemeldet und die ersten Lehrgänge absolviert. Seither pflege ich meine kreative Seite und bilde mich ständig weiter. Im Revital habe ich das perfekte Übungsfeld gefunden: Ich entdecke bei jedem Besuch wieder neue, interessante Motive. 

Wie kam es zu den Foto-Abenden im Revital?

Wenn man ständig mit der Kamera unterwegs ist, fällt das früher oder später auf. So kam ich mit anderen Gästen ins Gespräch und habe ihnen ab und zu ein Bild auf meinem Display gezeigt. So entstand die Idee, am Ende der Woche die besten Bilder in einer Tonbildschau zu zeigen. Das kam so gut an, dass ich die Aktion auf Anregung von Pascale bei anderen Aufenthalten wiederholt habe. Heute werde ich bereits bei der Begrüssung von einigen Gästen gefragt, ob ich «wieder etwas mache». Das gibt schon einen gewissen Druck. Doch ich kann gut damit umgehen. Dieses Jahr habe ich am Ende der Männerwoche ausnahmsweise einmal nichts gezeigt. Es braucht doch eine gewisse Zeit, um eine Tonbildschau von acht bis zwölf Minuten professionell zusammenzustellen und zu animieren. Und ich möchte mich im Revital ja auch erholen und Zeit für mich haben. Diese Option will ich bei einem der nächsten Besuche auch wahrnehmen.

Was fotografieren Sie am liebsten?

Am liebsten halte ich Stimmungen fest. Menschen fotografiere ich zwar auch. Aber ich bin weniger der Paparazzi-Typ. Auch Menschen, die sich in Pose werfen, sind weniger mein Fall. Ich arbeite gerne diskret. Für mich ist es das schönste Kompliment, wenn die Gäste bei der Präsentation meiner Bilder sagen: «Ich habe überhaupt nicht bemerkt, dass du fotografierst».

Wie zeigen Sie Ihre Bilder?

Ich habe mein MacBook dabei. Das stelle ich in einem Raum neben dem Speisesaal auf. Pascale teilt die Gäste in zwei Gruppen auf. Zwischen den Gängen schaut sich jeweils eine Gruppe die Bilder an. Dieser intime Rahmen gehört irgendwie dazu. Eine grosse Show mit Leinwand und Beamer würde nicht zu mir passen.

Auf Wunsch vieler Gäste dürfen wir Ihre Bilder nun auch auf unserem Blog veröffentlichen. Möchten Sie den Betrachterinnen und Betrachtern noch etwas dazu sagen?

98 % der Gäste im Revital sind Frauen. Während der Männerwoche und während der gemischten Wochen ist die Stimmung im Revital anders. Das hat mir auch Pascale bestätigt. Meine Bilder zeigen also den «Ausnahmefall» und nicht den «Normalfall». Den «Normalfall» kenne ich wie alle Männer nicht.

 

Pascale Pilloud

Pascale Pilloud

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